Der Primitivo ist eine rote Rebsorte, die vor allem in Apulien (dem „Absatz“ des italienischen Stiefels) beheimatet ist. Ihr Name leitet sich vom lateinischen primativus ab, was so viel wie „der am frühsten Reifende“ bedeutet – die Trauben werden oft schon im August geerntet. Genetisch ist die Sorte identisch mit dem kalifornischen Zinfandel. Er ist bekannt dafür, besonders viel Zucker in den Beeren anzureichern, was zu gehaltvollen Weinen mit vergleichsweise hohem Alkoholgehalt führt.
Ein Wein, der durch seine weiche Art viele Freunde findet und ein hervorragender Speisenbegleiter ist:
Food-Pairing
Ideal zu kräftigen, mediterranen Gerichten wie Lammbraten, Grillfleisch, Pasta mit würzigen Fleischsaucen (Ragù) oder gereiftem Hartkäse (z. B. Pecorino).
Solist
Aufgrund seiner moderaten Säure und der weichen Gerbstoffe ist er einer der beliebtesten Rotweine für den puren Genuss am Abend.
Trinktemperatur
Am besten bei 16 °C bis 18 °C genießen. Ist der Wein zu warm, wirkt der Alkohol oft zu dominant; ist er zu kalt, verliert er seine fruchtige Opulenz.
Glaskultur
Ein großvolumiges Rotweinglas (Bordeaux-Glas) hilft, die intensiven Fruchtaromen zu öffnen.
Optisch zeigt er sich in einem tiefen Dunkelrot, oft mit violetten Reflexen. Die Textur ist vollmundig, dicht und fast samtig.
Sensorik
Das Bouquet erinnert intensiv an dunkle Waldfrüchte, Brombeeren, reife Kirschen und oft an Dörrpflaumen oder Feigen.
Ausbau
Bei Lagerung im Holzfass (Barrique) gesellen sich Noten von Schokolade, Vanille, Tabak und weihnachtlichen Gewürzen (Zimt, Nelke) hinzu.
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