Ein Rotwein wird als „trocken“ bezeichnet, wenn der Zucker in den Trauben während der Gärung fast vollständig in Alkohol umgewandelt wurde. Gesetzlich darf ein trockener Wein in der EU maximal 9 g/l Restzucker enthalten (vorausgesetzt, der Säuregehalt ist nicht mehr als 2 g/l niedriger). Das Ergebnis ist ein Wein, bei dem nicht die Süße, sondern die Fruchtaromen, die Säure und vor allem die Gerbstoffe (Tannine) im Vordergrund stehen.
Trockene Rotweine sind die klassischen Begleiter zu herzhaften Speisen:
Speisenbegleitung
* Fleisch: Perfekt zu kurzgebratenem Rind, Lamm, Wild oder kräftigen Schmorgerichten.
Käse
Ideal zu reifem Hartkäse (z. B. Parmesan, Appenzeller) oder würzigem Blauschimmelkäse.
Vegetarisch
Harmoniert wunderbar mit Pilzrisotto, dunklen Linsen oder Gerichten mit Röstaromen.
Trinktemperatur
Ideal sind 16 °C bis 18 °C. Zu warm serviert, wirkt der Alkohol oft zu scharf; zu kalt serviert, kommen die Tannine zu hart und bitter rüber.
Belüften
Viele trockene Rotweine (besonders junge oder sehr kräftige) profitieren davon, wenn sie etwa eine Stunde vor dem Genuss dekantiert werden, damit die Aromen sich öffnen und die Gerbstoffe weicher werden.
Die Optik reicht von transparentem Rubinrot bis zu tiefem, blickdichtem Violett.
Sensorik
Das Geschmacksprofil ist geprägt von dunklen Beeren (Brombeere, Johannisbeere), Kirsche, Pflaume und oft würzigen Noten wie Pfeffer, Leder oder Tabak.
Mundgefühl
Trockene Weine hinterlassen ein charakteristisches, leicht pelziges oder zusammenziehendes Gefühl am Gaumen (Adstringenz), das durch die Tannine aus der Traubenschale oder dem Holzfass (Barrique) entsteht.
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