Der Meerrettich (Armoracia rusticana) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Er ist besonders im süddeutschen Raum und in Österreich als Kren bekannt, wird aber auch regional als Beißwurzel oder Pfefferwurzel bezeichnet. Die dicke, pfahlförmige Wurzel dient als Speicherorgan und enthält einen extrem hohen Anteil an Senfölen, die erst beim Aufbrechen der Pflanzenzellen (Reiben oder Schneiden) freigesetzt werden und für die charakteristische, in die Nase steigende Schärfe sorgen.
Meerrettich ist das klassische Gewürz für deftige Gerichte und ein natürliches "Antibiotikum".
Zubereitungsarten
Frisch gerieben als Beilage zu Tafelspitz, geräuchertem Fisch (Lachs), im Dressing für Rote Bete oder als Basis für Sahnemeerrettich.
Küchen-Tipp (Schärfe-Erhalt): Meerrettich sollte nicht mitgekocht werden, da er bei Hitze seine Schärfe verliert und bitter wird. Geben Sie ihn immer erst kurz vor dem Servieren frisch über das Gericht.
Tränen-Vermeidung
Um das Brennen in den Augen beim Reiben zu minimieren, sollte die Wurzel sehr kalt sein oder bei offenem Fenster/unter dem Abzug gerieben werden.
Oxidation verhindern
Frisch geriebener Meerrettich verfärbt sich an der Luft schnell braun. Ein Spritzer Zitronensaft oder Essig bewahrt die strahlend weiße Farbe.
Optisch eine lange, unregelmäßige, hellbraune bis weißliche Wurzel mit rauer Schale. Das Innere ist reinweiß und sehr fest. Die Textur ist hart und faserig. Sensorisch bietet er eine beißende, flüchtige Schärfe, die im Gegensatz zu Chili nicht auf der Zunge brennt, sondern in der Nase und den Nebenhöhlen spürbar ist.
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