Der Kerbel (Anthriscus cerefolium) ist ein einjähriges Küchenkraut aus der Familie der Doldenblütler. Er ist unter Bezeichnungen wie Gartenkerbel oder aufgrund seines Aussehens auch als Französische Petersilie bekannt. Kerbel gehört neben Petersilie, Schnittlauch und Estragon zu den klassischen „Fines Herbes“ der französischen Küche und ist zudem ein unverzichtbarer Bestandteil der Frankfurter Grünen Sauce. Seine filigranen, hellgrünen Blätter sind sehr zart und besitzen ein flüchtiges, aber hochfeines Aroma.
Kerbel ist ein Kraut der leisen Töne und sollte stets mit Vorsicht und Fingerspitzengefühl verwendet werden.
Zubereitungsarten
Ideal für helle Saucen, leichte Cremesuppen (Kerbelsuppe), Eierspeisen (Omelettes), Fischgerichte und frische Frühlingssalate.
Küchen-Tipp
Kerbel darf niemals mitgekocht werden! Sein feines Aroma verfliegt bei Hitze fast augenblicklich. Geben Sie das frisch gehackte Kraut immer erst unmittelbar vor dem Servieren über das Gericht.
Vorbereitung
Die zarten Blätter nur kurz unter kaltem Wasser abspülen, trocken schütteln und fein wiegen. Auch die feinen Stiele können mitverwendet werden, da sie sehr zart sind.
Besonderheit
Kerbel harmoniert hervorragend mit anderen Frühlingsboten wie Spargel oder jungen Möhren.
Optisch erinnert er an eine sehr fein gefiederte, hellgrüne Petersilie. Die Textur ist extrem weich und empfindlich. Sensorisch besticht er durch ein komplexes Aroma, das eine dezent süßliche Mischung aus Anis, Fenchel und einer Spur Petersilie darstellt. Er ist deutlich milder und feiner als Petersilie.
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