Der Rotkohl (Brassica oleracea var. capitata f. rubra) ist eine der markantesten Kohlsorten und ein typisches Wintergemüse. Seine festen, eng anliegenden Blätter leuchten in einem tiefen Dunkelrot bis Violett. Interessanterweise ändert er seine Farbe je nach pH-Wert des Bodens oder der Zubereitung: In saurer Umgebung (mit Essig oder Äpfeln) wird er rötlich, in basischer Umgebung eher bläulich – daher rühren die regional unterschiedlichen Namen wie Blaukraut (Süddeutschland) oder Rotkraut (Norddeutschland).
Rotkohl ist weit mehr als nur die klassische Beilage zum Sonntagsbraten.
Zubereitungsarten
Traditionell geschmort mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzen wie Nelken und Lorbeer. Er schmeckt aber auch hervorragend als Rohkostsalat (z. B. mit Orangen und Walnüssen) oder fein geraspelt in modernen Bowls und Tacos.
Küchen-Tipp (Farbgarantie): Damit der Rotkohl seine leuchtende Farbe behält und nicht grau-blau wird, geben Sie immer eine Säurequelle (Apfelessig, Zitronensaft oder säuerliche Äpfel) direkt zu Beginn des Garvorgangs hinzu.
Vorbereitung
Die äußeren Blätter entfernen, den Kopf vierteln und den harten Strunk keilförmig herausschneiden. Danach in feine Streifen hobeln oder schneiden.
Besonderheit
Rotkohl schmeckt aufgewärmt oft noch besser, da die Aromen über Zeit tief in die festen Blattstrukturen einziehen können.
Optisch ein sehr fester, schwerer Kopf mit glatten, glänzenden Blättern in intensivem Violett. Die Textur ist knackig und robust. Sensorisch bietet er ein mild-würziges Aroma mit einer charakteristischen, leicht süßlichen Note, die deutlich feiner ist als die des Weißkohls.
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