Der Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera) ist eine botanische Besonderheit unter den Kohlgewächsen. Er bildet an einem hohen Stängel zahlreiche kleine, kompakte Seitentriebe, die wie Miniatur-Kohlköpfe aussehen. Er ist unter Bezeichnungen wie Brüsseler Kohl (da er im 16. Jahrhundert im heutigen Belgien gezüchtet wurde) oder Sprossenkohl bekannt. Die Röschen sind meist walnussgroß, fest geschlossen und von hell- bis dunkelgrüner Farbe.
Rosenkohl ist ein Charaktergemüse, das durch die richtige Zubereitung seine herbe Süße entfaltet.
Zubereitungsarten
Klassisch gedünstet in Salzwasser, oft verfeinert mit etwas Butter und Muskatnuss. Besonders modern und beliebt ist er geröstet aus dem Ofen (mit Olivenöl und Honig) oder in der Pfanne gebraten mit Speck und Zwiebeln.
Küchen-Tipp (Milderung): Wer den Kohlgeschmack als zu stark empfindet, kann eine Prise Zucker oder etwas Kümmel ins Kochwasser geben. Ein kurzes Blanchieren und anschließendes Abschrecken in Eiswasser erhält die leuchtend grüne Farbe.
Vorbereitung
Den trockenen Stielansatz hauchdünn abschneiden und die äußersten, losen Blättchen entfernen. Den Strunk kreuzweise einschneiden, damit das Röschen gleichmäßig gar wird.
Kreativ-Tipp
Die einzelnen Blättchen abzupfen und kurz in der Pfanne schwenken – eine edle und zarte Beilage.
Optisch kleine, feste Kugeln aus dicht übereinanderliegenden Blättern. Die Textur ist im Kern bissfest und außen zart. Sensorisch bietet er ein würziges, nussiges Aroma mit einer feinen Herbe. Hochwertiger Rosenkohl besitzt nach dem ersten Frost eine deutliche, natürliche Süße.
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